Fachstelle Volkswirtschaft

Fachstelle Vollkswirtschaft des AWA

Die Fachstelle Volkswirtschaft erarbeitet wissenschaftliche Handlungs- und Entscheidungsgrundlagen in den Bereichen Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstandort sowie Wirtschaftsentwicklung für den Regierungsrat, die Volkswirtschaftsdirektion sowie das Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Mittels aktueller ökonomischer Daten beobachtet und untersucht sie den konjunkturellen Verlauf, die Lage auf dem Finanzplatz und Arbeitsmarkt sowie finanzpolitische Entwicklungen - im Kanton Zürich und darüber hinaus. Daneben wirkt die Fachstelle mit bei der Beantwortung zahlreicher kantonsrätlicher Anfragen sowie in verschiedenen Vernehmlassungsverfahren.

Aktuell

Nachlassende Auslandsnachfrage und überbewerteter Franken

Unternehmenserwartungen zur Beschäftigung

Auch im Winter 2011/2012 leidet die Zürcher Wirtschaft noch unter der nachlassenden Nachfrage aus dem Ausland und der dämpfenden Wirkung des starken Schweizer Frankens. Erfreulicherweise zeigen die jüngsten Indikatoren nun keine weitere Verschärfung der Abschwächung. Viele Indikatoren haben Ende 2011 nach der Verschlechterung in den Vorquartalen Boden gefunden. Sehr willkommen ist dies in der Industrie, wo die Stabilisierung des Frankenkurses im Verhältnis zum Euro zu einer leicht optimistischeren Einschätzung geführt hat. Ebenfalls wieder besser beurteilt wird die Geschäftslage in den verschiedenen Dienstleistungen, das heisst den zahlreichen Unternehmensdienstleistungen, dem Verkehr, der Kommunikation sowie beim Grosshandel. Unverändert gut läuft die Konjunktur im Bau- und Projektierungssektor. Die Geschäftslage bei den Banken stagnierte hingegen auf mässigem Niveau, während sie sich beim Gastgewerbe und im Detailhandel weiter verschlechterte.

Das gleiche Bild zeigt sich fürs erste Halbjahr 2012: Die Schwächephase der Zürcher Konjunktur dürfte anhalten, ohne sich zu verstärken. Ein Rückfall in eine Rezession scheint gegenwärtig vermeidbar, wenn die Spannungen im Zusammenhang mit der europäischen Finanzkrise nicht erneut eskalieren.

Zunehmendes Ungleichgewicht am Zürcher Arbeitsmarkt

Unternehmenserwartungen zur Beschäftigung

Ein Anstieg des Ungleichgewichts am Zürcher Arbeitsmarkt ist als Folge der Konjunkturabkühlung trotzdem nicht zu vermeiden, zumal die arbeitsintensiven Branchen Gastronomie und Detailhandel gegenwärtig am schlechtesten laufen. Aber auch in der Industrie und im Bankensektor ist noch mit einem Beschäftigungsabbau zu rechnen. Die Anzahl Arbeitsloser im Kanton Zürich wird so bis Ende 2012 weiter ansteigen. Im Februar 2012 beträgt die Arbeitslosenquote 3.3% und liegt damit knapp unter dem schweizerischen Durchschnitt.

(Detailliertere Informationen finden Sie im nachstehenden Zürcher Wirtschaftsmonitoring)