Schlechtwetterentschädigung

Voraussetzungen

Wer ist versichert bzw. anspruchsberechtigt?

Die Schlechtwetterentschädigung deckt Lohnausfälle von Arbeitnehmern, die in bestimmten Erwerbszweigen mit witterungsbedingten Arbeitsausfällen tätig sind.

Anspruchsberechtigte Erwerbszweige

  • Hoch- und Tiefbau, Zimmerei-, Steinhauer- und Steinbruchgewerbe
  • Sand- und Kiesgewinnung
  • Geleise- und Freileitungsbau
  • Landschaftsgärtnerei
  • Waldwirtschaft, Baumschulen und Torfabbau
    soweit sie nicht Nebenzweig eines landwirtschaftlichen Betriebes sind
  • Ausbeutung von Lehmgruben sowie Ziegelei
  • Berufsfischerei
  • Transportgewerbe
    soweit Fahrzeuge ausschliesslich für den Transport von Aushub oder Baumaterial von und zu Baustellen oder für den Abtransport von Sand oder Kies von der Abbaustelle verwendet werden
  • Sägerei

Nicht anspruchsberechtigt sind Arbeitnehmende, die

  • keinen bestimmbaren Ausfall erleiden oder deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist,
    betriebliche Arbeitszeitkontrolle wie Stundenrapporte müssen vorhanden sein und fünf Jahre aufbewahrt werden
  • mit der wetterbedingten Einstellung der Arbeit nicht einverstanden sind
  • im Auftrag einer Organisation für Temporärarbeit eingesetzt werden
  • von einer fremden Firma zugemietet worden sind
  • in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin oder Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglied eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebenden bestimmen oder massgeblich beeinflussen könen sowie ihre mitarbeitenden Ehegattinnen und Ehegatten oder ihre mitarbeitenden eingetragenen Partnerinnen und Partner

Wichtige Information

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, auch während des wetterbedingten Arbeitsausfalls die Sozialversicherungsbeiträge vom vertraglich vereinbartem Lohn (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil) abzurechnen.