Schlechtwetterentschädigung

Die Arbeitslosenkasse richtet den Arbeitgebern Lohnersatz für wetterbedingte Arbeitsausfälle von Arbeitnehmern aus. Ein Arbeitsausfall gilt als wetterbedingt, wenn infolge der schlechten Witterung die Fortführung der Arbeit trotz genügender Schutzvorkehrungen technisch unmöglich oder wirtschaftlich unvertretbar ist oder den Arbeitnehmern nicht zugemutet werden kann.

Der Arbeitsausfall muss mindestens einen halben Tag andauern. Es können keine einzelnen Ausfallstunden, sondern nur halbe oder ganze Ausfalltage beantragt werden.

Meldung bei der kantonalen Amtsstelle
Der wetterbedingte Ausfall muss der kantonalen Amtsstelle Arbeitslosenversicherung spätestens am 5. Tag des folgenden Kalendermonats mit dem entsprechenden Formular gemeldet werden (massgebend ist der Poststempel).

Leistungen

Der Verdienstausfall der ausgefallenen Arbeitsstunden wird nach Abzug der Karenzzeit zu 80 Prozent entschädigt.

Schlechtwetterentschädigung wird innerhalb von zwei Jahren während 6 Abrechnungsperioden (Monaten) ausgerichtet.

Die Leistungen werden direkt an den Arbeitgeber ausbezahlt.

Sozialversicherungsbeiträge

Die Arbeitslosenversicherung vergütet bei der Schlechtwetterentschädigung auch den Arbeitgeberbeitrag an die AHV/IV/EO/ALV.

Der Arbeitgeberanteil an die AHV/IV/EO/ALV beträgt:
bis 31.12.2010:6.05 %
ab 01.01.2011: 6.25 %

Die Beiträge wurden per 01.01.2011 für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 0.1 % für die EO und 0.1 % für die ALV erhöht.