Kurzarbeitsentschädigung

Die Arbeitslosenkasse richtet den Arbeitgebern Kurzarbeitsentschädigung aus, wenn die übliche Arbeitszeit der Arbeitnehmenden aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend um mindestens 10 Prozent verkürzt werden muss. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.


Voranmeldung von Kurzarbeit
Kurzarbeit muss durch den Arbeitgeber mindestens 10 Kalendertage vor Beginn der beabsichtigten Inanspruchnahme der Entschädigung vorangemeldet werden, damit geprüft werden kann, ob die Voraussetzungen für die Bewilligung von Kurzarbeit erfüllt sind. Zuständig ist die kantonale Amtsstelle jenes Kantons, in welchem der Betriebsort liegt bzw. der Betrieb seinen Sitz hat.

Leistungen

Der Verdienstausfall der ausgefallenen Arbeitsstunden wird nach Abzug der Karenzzeit zu 80 Prozent entschädigt.

Kurzarbeitsentschädigung wird innerhalb von zwei Jahren während grundsätzlich 12 Abrechnungsperioden (Monaten) ausgerichtet. Beachten Sie die vorübergehenden Abweichungen betreffend Bezugsdauer und Karenzzeit

Jeder Arbeitnehmende hat das Recht, die Kurzarbeit abzulehnen. Der Arbeitgeber muss diesen Mitarbeitern weiterhin den vollen Lohn auszahlen.

Sozialversicherungsbeiträge

Die Arbeitslosenversicherung vergütet bei der Kurzarbeitsentschädigung auch den Arbeitgeberbeitrag an die AHV/IV/EO/ALV.

Der Arbeitgeberanteil an die AHV/IV/EO/ALV beträgt:
bis 31.12.2010: 6.05 %
ab 01.01.2011: 6.25 %

Die Beiträge wurden per 01.01.2011 für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 0.1 % für die EO und 0.1 % für die ALV erhöht.