Insolvenzentschädigung

Ist ein Arbeitgeber zahlungsunfähig geworden und kann er ausstehende Löhne seiner Angestellten nicht mehr bezahlen, deckt die Arbeitslosenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen Lohnforderungen für geleistete Arbeit. Der Schutz der Versicherung ist zeitlich auf die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses beschränkt.

Was deckt die Insolvenzentschädigung?

Die Insolvenzentschädigung beträgt 100 Prozent der anerkannten Lohnforderung. Grundsätzlich sind nur vertraglich vereinbarte und AHV-pflichtige Lohnanteile wie Lohn, 13. Monatslohn, Ferienanteil, Gratifikationen, geleistete Vorholzeit und evtl. Sondervergütungen versichert.

Der maximal versicherte Verdienst beträgt CHF 12'350.- pro Monat. Die Lohnanteile sind maximal für die vier Monate vor dem letzten geleisteten Arbeitstag durch die Insolvenzentschädigung abgesichert.

Ausstehende Kinderzulagen für die Zeit vor Konkurseröffnung fordern Sie bitte direkt bei der Ausgleichskasse des ehemaligen Arbeitgebers. Ist Ihnen die Ausgleichskasse nicht bekannt, wenden Sie sich an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA Zürich).

Wer ist für die Insolvenzentschädigung zuständig?

Zuständig für die Auszahlung von Insolvenzentschädigung sind die kantonalen (öffentlichen) Arbeitslosenkassen des Kantons, in dem die Firma ihren Geschäftssitz hat.

Wer deckt den Lohn für die Kündigungsfrist?

Falls Sie Arbeitslosenentschädigung für die Zeit während der Kündigungsfrist beantragen möchten, melden Sie sich sofort nach dem letzten geleisteten Arbeitstag Ihres insolventen Arbeitgebers bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) an.

Beim Wählen der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich profitieren Sie davon, dass die Versicherungsleistungen Arbeitslosen- und Insolvenzentschädigung von derselben Ansprechperson bearbeitet werden.

Sie brauchen die Dokumente nicht an zwei verschiedene Kassen einzusenden, was Ihnen die Übersicht erleichtert.