Die Anfänge bis 50er Jahre

Bis 1900

Die ersten für einen beschränkten Personenkreis zugänglichen Arbeitslosenkassen gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Sie sind das Werk der damals aufkommenden Gewerkschaftorganisationen. Gewerkschaftsmitglieder sollten bei Arbeitsplatzverlust finanziell unterstützt werden. Der Typographenbund gründete z.B. 1884 die erste private Arbeitslosen-Unterstützungskasse. Die Kasse war zuständig für die Auszahlung der Leistungen und für die Kontrolle, dass die Betroffenen auch wirklich ohne eigenes Verschulden arbeitslos waren. 1893 wurde die erste öffentliche Kasse der Gemeinde Bern nach dem Prinzip der Freiwilligkeit gegründet. Ein Jahr später folge die Stadt St. Gallen jedoch nach dem Prinzip des Obligatoriums.

1910-1950er

Das wirtschaftliche Überleben der verschiedenen, vorwiegend privaten Arbeitslosenkassen, z.B. in Basel-Stadt, Luzern, Zürich oder Genf, wurde ab 1924 auf der Basis von sogenannten Subventionsgesetzen gesichert. Die Subventionen des Bundes und die Zunahme der Zahl der Arbeitslosen während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre (1932 – 1937) förderten die Schaffung öffentlicher paritätischer Kassen (geführt und teilweise finanziert von den Arbeitgebern). Für die Gemeinden und Kantone bedeuteten diese Kassen, die von den Arbeitnehmerbeiträgen und den Bundessubventionen finanziert wurden, eine Entlastung der Fürsorge (Armut).

Zwischen 1940 und 1974 war die Arbeitslosenquote in der Schweiz nahezu Null. Erst 1947 wurde die verfassungsrechtliche Grundlage für die Schaffung einer Arbeitslosenversicherung in die Verfassung aufgenommen. Das Gesetz dazu wurde am 22. Juni 1951 von der Bundesversammlung verabschiedet und auf den 1. Januar 1952 in Kraft gesetzt.

1951 bildeten sich im Kanton Zürich acht regionale Arbeitslosenversicherungskassen.