1960 bis 2010er Jahre

Vor 40 Jahren fusionierten diese acht regionalen Kassen zur öffentlichen Arbeits-losenkasse. Die Gründung der heutigen Arbeitslosenkasse Kantons Zürich geht somit auf das Jahr 1974 zurück. Auf Wunsch des Winterthurer Stadtrates wurde als Sitz der neuen Kasse Winterthur gewählt. Damals wurden die Kunden von 8 Mitarbeitenden betreut. Die Höhe der Arbeitslosen-Taggelder betrug im gesamten Jahr CHF 74'000.

Die Versicherung war bis zu diesem Zeitpunkt freiwillig. Die angestrebte Regelung einer obligatorischen und weniger föderalistisch strukturierten Arbeitslosenversicherung bedurfte einer erweiterten Bundeskompetenz. Volk und Stände haben am 13. Juni 1976 einem neuen Verfassungsartikel und damit einer erweiterten Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Bereich der Arbeitslosenversicherung zugestimmt. Das neue Gesetz, welches die Regelung aus dem Jahre 1951 ablöste, ist seit dem 1. Januar 1983 in Kraft.

In der Rezession Mitte/Ende der 1970er Jahre (1975 – 1979) mit sehr hoher Arbeitslosigkeit erweiterte sich der Mitarbeitendenbestand der Kasse auf ca. 83 Personen. Die Auszahlungsumme der Taggeldleistungen steigerte sich in dieser Zeit auf 29 Mio. pro Jahr. Die Kasse betreute damals 124‘000 Kunden.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Ende der 1970er/Anfang 1980 Jahre reduzierte sich der Mitarbeitendenbestand der Kasse wieder. 1999 waren noch ca. 60 Personen bei der Kasse tätig. Im Dezember 1999 eröffnete die Kasse in Zürich City mit gerade mal 4 Mitarbeitenden die erste Zweigstelle.

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich übernahm mit der Einführung von Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 1996/1997 eine neue zentrale Aufgabe in der Betreuung und Beratung arbeitsloser Personen. Die Dienstleistungen der Arbeitslosenkasse wurde durch aktive und integrative Unterstützungsarbeit und einem umfassenden Angebot arbeitsmarktlicher Massnahmen, vermittelt durch die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, ergänzt.
 

2000 - 2010er Jahre

In den 90er Jahren war bei der Arbeitslosenkesse Kanton Zürich die Kunden- und Dienstleistungsorientierung noch zu wenig ausgebildet. Im Bestreben die Dienstleistungen für die Kunden zu verbessern beschäftigte sich die Arbeitslosenkasse in den 2010er-Jahren mit dem Reformprojekt New Public Management. Der strategische Entscheid zur Einführung eines zertifizierten Managementsystems in der Kasse wurde Ende 2002 gefällt. Schon ein Jahr darauf wurde Anfang 2004 das Qualitätsmanagement-System ISO 9001 in der Kasse eingeführt und bis 2015 ständig weiter entwickelt.