Fragen & Antworten

Aus welchen Staaten darf ich Arbeitskräfte rekrutieren?

EU-27/EFTA-Staatsangehörige haben die volle Personenfreizügigkeit. Diese Personen können von Schweizer Arbeitgebern ohne Weiteres rekrutiert werden. Für EU-27/EFTA-Staatsangehörige gilt der uneingeschränkte Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt.
Für Personen aus allen anderen Staaten (Kroatien und Drittstaaten) müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Zugang zum Arbeitsmarkt bewilligt werden kann.
Mögliche Voraussetzungen; Inländervorrang, Lohn- und Arbeitsbedingungen, persönliche Voraussetzungen und Höchstzahlen.

Wo ist ein Gesuch um Arbeitsbewilligung einzureichen?

Das Gesuch ist in dem Kanton einzureichen, in welchem sich der Einsatzort des Arbeitnehmers befindet.

Welche Unterlagen muss ich einreichen, um eine Arbeitsbewilligung zu erhalten?

Dazu gibt es unser Merkblatt Notwendige Unterlagen.

Kann ich als Arbeitnehmer direkt ein Gesuch um Arbeitsbewilligung einreichen?

Nein, das Gesuch muss immer vom Arbeitgeber eingereicht werden.

Was ist unter dem Begriff Inländervorrang zu verstehen?

Inländervorrang bedeutet, dass Ausländerinnen und Ausländer nur zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit zugelassen werden können, wenn nachgewiesen wird, dass keine dafür geeigneten inländischen und europäischen Arbeitnehmer/innen gefunden werden konnten.

Inländische Arbeitnehmer/innen: Schweizer/innen, niedergelassene Ausländer/innen, Ausländer/innen mit Aufenthaltsbewilligung zur Erwerbstätigkeit.

Europäische Arbeitnehmer/innen: Staatsangehörige der EU/EFTA ohne Aufenthalt in der Schweiz.

Was ist unter orts- und branchenüblicher Entlöhnung zu verstehen?

Für Angaben zu orts- und branchenüblichen Löhnen konsultieren Sie bitte den Lohnrechner des Bundesamts für Statistik (Salarium) oder das Lohnbuch des Kantons Zürich (Autor Philipp Mülhauser).

Kann man mit einer Aufenthaltsbewilligung (B-Bewilligung) die Stelle wechseln?

Dies kann nicht generell beantwortet werden. Es ist relevant, ob Einschränkungen vorhanden sind. Bitte das Formular Anfrage Stellenwechsel ausfüllen.

Unser/e Kandidat/in hat bisher in einem anderen Kanton gearbeitet. Können wir die Anfrage Stellenwechsel trotzdem beim Kanton Zürich einreichen?

Nein, die Anfrage muss beim Kanton gestellt werden, welcher die ursprüngliche Arbeitsbewilligung erteilt hat.
Danach kann das Gesuch mit diesen Unterlagen (d.h. inkl. des schriftlichen Einverständnisses des Erst-Kantons) bei uns eingereicht werden. Wir prüfen nun, ob die notwendigen Voraussetzungen zum Stellenantritt im Kanton Zürich gegeben sind.

Wieso muss die „Anfrage Stellenwechsel“ per Post eingereicht werden?

Aus Datenschutzgründen werden keine Auskünfte am Telefon oder via E-Mail erteilt. Verwenden Sie bitte das Formular Anfrage Stellenwechsel.

Unser/e neue/r Arbeitnehmer/in hat „nur“ eine Kurzaufenthaltsbewilligung erhalten. Was ist der Grund dafür?

Es können keine generellen Aussagen dazu gemacht werden, da die Entscheidung, ob eine Aufenthaltsbewilligungen oder eine Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt wird, vom individuellen Gesuch und den darin gegebenen, spezifischen Umständen abhängt.

Erhalte ich Auskunft über hängige Arbeitsbewilligungsgesuche von Drittpersonen?

Nein, ausser Sie können eine entsprechende Vollmacht vorweisen.

Wer ist für die Erteilung einer Grenzgängerbewilligung zuständig?

Bei Drittstaaten ist es das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitsbewilligungen.

Bei EU/EFTA-Staatsangehörigen ist es das Migrationsamt des Kantons Zürich.

Welche Zonen gelten als Grenzzone für eine Grenzgängerbewilligung?

Die Grenzzonen der Schweiz sind:

- Basel-Stadt und Basel-Land;
- Solothurn;
- im Kanton Bern die Bezirke Moutier und Wangen;
- im Kanton Jura der Bezirk Delémont;
- Aargau, ohne Bezirk Muri;
- Zürich, ohne die Bezirke Affoltern und Horgen;
- Schaffhausen;
- Thurgau;
- St. Gallen;
- Appenzell I.Rh. und A.Rh.

Können Au-pair aus Drittstaaten angestellt werden?

Nein. 

Gibt es eine Altersbeschränkung um in der Schweiz zu arbeiten?

Ja. Normalerweise ist die Erwerbstätigkeit erst mit Vollendung des 15. Altersjahres erlaubt (Art. 30 ArG).

Darf man mit einer Aufenthaltsbewilligung B (Familiennachzug) eines anderen Kantons im Kanton Zürich arbeiten?

Ja, sofern keine Einschränkungen auf der Aufenthaltsbewilligung vorhanden sind.

Darf man mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung L (Familiennachzug) im Kanton Zürich arbeiten?

Familienangehörige von Kurzaufenthaltern (Art. 26 VZAE) haben keinen Anspruch auf Erwerbstätigkeit. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist bewilligungspflichtig. Bei der Zulassung muss das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegen, welches die orts- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen einhält. Zudem müssen Familienangehörige von Kurzaufenthaltern (ARt. 26 VZAE) beruflich qualifiziert sein (persönliche Voraussetzungen, Art. 23 AuG).

Wo gibt es Informationen zur Schwarzarbeit?

Auf der Homepage des Staatssekretariats für Migration sowie auf der Homepage der Arbeitsbedingungen finden Sie Informationen.

Wie lange dauert es, bis ein Arbeitsbewilligungsgesuch entschieden ist?

Unsere Bearbeitungszeit beträgt 2 – 4 Wochen. Bitte beachten Sie, dass sich die Bearbeitungszeit verlängert, wenn weitere Ämter am Bewilligungsprozess beteiligt sind.

Wo finde ich weitere Informationen zum Aufenthalt oder der Arbeit in der Schweiz (ausländerrechtliche Fragen)?

Beim Staatssekretariat für Migration und beim kantonalen Migrationsamt.
Allenfalls auch beim Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten.

Muss für EU-27 und EFTA-Staatsangehörige eine Arbeitsbewilligung eingeholt werden?

Nein, für EU-27 und EFTA-Staatsangehörige gilt die volle Personenfreizügigkeit.
Diese Personen müssen sich – sofern sie länger als 90 Tage in der Schweiz arbeiten – vor der Arbeitsaufnahme bei der Einwohnermeldeamt anmelden.
Aufgrund des Schweizer Arbeitsvertrages und der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt wird der Aufenthalt vom Migrationsamt geregelt und es braucht keine zusätzliche Arbeitsbewilligung.

Bei Erwerbstätigkeit bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr ist keine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt nötig, aber Sie müssen sich im Meldeverfahren registrieren.

Benötigen EU-27 und EFTA-Staatsangehörige eine Arbeitsbewilligung für die Selbständigkeit?

Nein, dies ist nicht nötig. Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt genügt.

Was müssen EU-27 und EFTA-Staatsangehörige unternehmen, um in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten?

Hierfür ist das Migrationsamt des Kantons Zürich zuständig.

Ist der Stellenwechsel eines EU-27/EFTA-Staatsangehörigen mit Wohnsitz in der Schweiz bewilligungspflichtig?

Nein, denn für EU-27/EFTA Staatsangehörige gilt die volle Personenfreizügigkeit.

Benötigen Familienangehörige von EU-27/EFTA-Staatsangehörigen eine Arbeitsbewilligung?

Nein, EU-27/EFTA-Familienangehörige benötigen keine Arbeitsbewilligung.

Wo finde ich das Formular für EU-27/EFTA-Grenzgänger?

Dies ist ein Formular des kantonalen Migrationsamtes, welches auf dessen Homepage zu finden ist.

MELDEVERFAHREN

Was muss unternommen werden, wenn EU-27 und EFTA-Staatsangehörige für ein paar Wochen in Zürich arbeiten?

Arbeitnehmende (auch Drittstaatsangehörige), die von Unternehmen mit Sitz in einem EU-27/EFTA-Staat in die Schweiz entsandt werden, benötigen für einen Aufenthalt von höchstens 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr keine Bewilligung.

Es kommt das Meldeverfahren zur Anwendung.

Dasselbe gilt für selbständig Erwerbstätige, sofern der/die Selbständige eine EU-27/EFTA-Staatsangehörigkeit besitzt.

Ab wann darf mit der Arbeit begonnen werden?

Die Meldung muss 8 Tage vor Arbeitsbeginn erfolgen. Dies bedeutet, dass nach Eingabe der Meldung im Meldeverfahren zuerst 8 Tage gewartet werden muss, bevor mit der Arbeit begonnen werden darf.

Was muss unternommen werden, wenn die 90 Tage im Meldeverfahren nicht ausreichen?

In den meisten Fällen geht es dabei um eine Dienstleistungserbringung (Entsendung) und es muss nun ein Gesuch um Arbeitsbewilligung eingereicht werden. Bei unselbständiger Dienstleistungserbringung siehe dazu das Merkblatt Notwendige Unterlagen für Entsendung.

Ich habe eine Frage zum Meldeverfahren. An wen kann ich mich richten?

Für Fragen zum Meldeverfahren wenden Sie sich bitte an die Abteilung Arbeitsbedingungen.

Vor der Erwerbstätigkeit

Welche Voraussetzungen muss ein Drittstaatsangehöriger erfüllen, damit eine Arbeitsbewilligung erteilt werden kann?

Die Zulassung zum Schweizer Arbeitsmarkt von ausserhalb des EU/EFTA-Raumes ist begrenzt auf Spezialisten, Führungskräfte und andere qualifizierte Arbeitskräfte.

Weitere Voraussetzungen sind:

- Vorrang der inländischen und europäischen Arbeitskräfte;
- ortsübliche Lohn- und Arbeitsbedingungen;
- verfügbare Kontingente.

Benötigt ein Drittstaatsangehöriger mit einer Aufenthaltsbewilligung in einem EU-Staat auch eine Arbeitsbewilligung?

Ja, es gilt das Gleiche wie in der vorherigen Frage/Antwort.

Wo erhalte ich Antworten betreffend Visa/Visum?

Das Staatssekretariat für Migration, das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten und das kantonale Migrationsamt können hier weiter helfen.

Benötigen Familienangehörige eines Drittstaatsangehörigen auch eine Arbeitsbewilligung?

Familienangehörige aus Drittstaaten mit einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C- oder B-Bewilligung) benötigen keine Arbeitsbewilligung.

Familienangehörige mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung (L-Bewilligung) hingegen benötigen zur Aufnahme der Erwerbstätigkeit eine Arbeitsbewilligung.

Darf der Ehepartner eines Drittstaatsangehörigen, welcher eine Aufenthaltsbewilligung (B-Bewilligung) hat, selbständig erwerbend sein?

Ja und zwar ohne zusätzliche Arbeitsbewilligung. Dies gilt nur solange, wie der Hauptbewilligungsträger über die Aufenthaltsbewilligung verfügt.

Selbständige müssen sich bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) anmelden und je nach Berufsfeld ist eine Gewerbebewilligung notwendig.

Bürger aus Ex-Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien) benötigen kein Visum mehr, wenn sie für 3 Monate als Touristen einreisen wollen. Dürfen diese Staatsangehörigen daher auch während 3 Monaten ohne Bewilligung arbeiten?

Nein. Der Wegfall des Touristenvisums hat nichts mit der Erwerbstätigkeit zu tun.

Während der Erwerbstätigkeit

Ist es möglich, eine Kurzaufenthaltsbewilligung (L-Bewilligung) vor Ablauf der 24 Monate in eine Aufenthaltsbewilligung (B-Bewilligung) umzuwandeln?

Nein, dies ist nicht möglich. Bevor die Umwandlung in eine Aufenthaltsbewilligung geprüft werden kann, muss das Kurzaufenthaltskontingent von 24 Monaten ausgeschöpft sein.

Wer ist für das Verlängerungsgesuch einer Kurzaufenthaltsbewilligung zuständig? Wo muss dieses Gesuch eingereicht werden? Welche Unterlagen müssen dazu eingereicht werden?

Gemäss Art. 11 Abs. 3 AuG müssen Gesuche durch den Arbeitgeber eingereicht werden und zwar beim Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitsbewilligungen.

Zur Prüfung benötigen wir:

- Begründung
- Antragsformular Stellenantritt/Verlängerung
- Kopie gültiger Arbeitsvertrag
- Kopie Ausländerausweis

Inhaber von N- oder F-Ausweisen

Welche Voraussetzungen muss eine Person mit F-Ausweis erfüllen, um in Zürich eine Arbeitsbewilligung zu erhalten?

In der Regel erhalten nur Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich oder Wohnsitz in den benachbarten Grenzkantonen eine Arbeitsbewilligung. Die orts- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen müssen erfüllt sein.

Welche Voraussetzungen muss eine Person mit N-Ausweis erfüllen, um in Zürich eine Arbeitsbewilligung zu erhalten?

Die Person muss ihren Wohnsitz im Kanton Zürich haben und im Weiteren sind die arbeitsmarktlichen Voraussetzungen für N-Ausweisinhaber zu erfüllen.

Studierende und Absolventen

Wann kommt die erleichterte Zulassung von Hochschulabsolventen (Art. 21 Abs. 3 AuG) zur Anwendung?

Nur sofern bestimmte Umstände vorliegen; unter anderem bedeutet dies, dass der Schweizer Abschluss äusserst spezialisiert und selten sein muss, ebenso kann die Anstellung nur in einer Branche mit ausgewiesenem Mangel an Arbeitskräften erfolgen.

Ist eine Nebenbeschäftigung während des Studiums für Drittstaatsangehörige bewilligungspflichtig?

Ja, der Arbeitgeber muss ein Gesuch einreichen.

Unter welchen Bedingungen dürfen Studierende erwerbstätig sein?

Die Bedingungen können Sie in den Weisungen zum Ausländerbereich unter Titel 4.4.4 bis 4.4.6 nachlesen.