Dienstleistungen bis 90 Tage pro Kalenderjahr (Meldeverfahren)

Angehörige der EU-27/EFTA-Mitgliedstaaten und Arbeitnehmende, die von Unternehmen oder Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU-27/EFTA in die Schweiz entsandt werden, benötigen für einen Aufenthalt von weniger als 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr keine Bewilligung. Es kommt das Meldeverfahren zur Anwendung.

Kroatische Staatsangehörige kommen nur in den allgemeinen Branchen und nur bei entsandten Dienstleistern in den Genuss dieser Regelung.

Dienstleister aus besonderen Branchen

Das Meldeverfahren kommt nicht zur Anwendung in den Branchen Bau, Gartenbau, industrielle Reinigung sowie Sicherheitsgewerbe.

Dienstleistungen, die sich auf ein spezielles Dienstleistungsabkommen innerhalb dieser Branchen stützen, sind während der gesamten Übergangsperiode bewilligungspflichtig, vom ersten Arbeitstag an und unabhängig von der zur Erbringung der Dienstleistung benötigten Zeit. Die zuständigen Arbeitsmarktbehörden kontrollieren vorgängig den Inländervorrang sowie die Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Im Sinne des Ausländergesetzes können ausschliesslich gut qualifizierte Arbeitskräfte zugelassen werden, sofern die Zulassung durch besondere Gründe gerechtfertigt ist. Die Gültigkeit der Bewilligung richtet sich nach der Dauer der zu erbringenden Dienstleistung. Kroatische Staatsanghörige erhalten für die Dauer der zu erbringenden Dienstleistung eine Kurz- Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA.

 

Bewilligungspflicht

  • Arbeitsmarktlicher Vorentscheid
  • Zuständigkeit liegt bei den Kantonen
  • Kurzaufenthalter bis 4 Monate ohne Anrechnung an die Höchstzahlen (Kontingente)

Gesuchsunterlagen

  • Antrag Online (mehrmalige Gesuchseinreichung)
  • Antrag mit Formular (einmalige Gesuchseinreichung)
  • Gesuchsbegründung
  • Werkvertrag bzw. Auftragsbestätigung
  • Qualifikationsnachweis und Lebenslauf
  • Nachweis der Entlöhnung sowie der Zulagen