Dienstleistungserbringer über 90 Tage pro Kalenderjahr

Definition

Vorübergehende Aufenthalte zum Zweck der Erbringung von Dienstleistungen ausserhalb spezieller Dienstleistungsabkommen, welche länger als 90 Arbeitstage pro Kalenderjahr dauern, fallen nicht unter den Geltungsbereich des Freizügigkeitsabkommens (FZA) zwischen der Schweiz und der EU. Folglich besteht kein auf das FZA gestützter Rechtsanspruch. Die Zulassung erfolgt gestützt auf das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG).

Voraussetzungen

Nach den Zulassungsvoraussetzungen gemäss AuG sind diese Aufenthalte an die arbeitsmarktlichen Voraussetzungen (Kontrolle der Lohn-und Arbeitsbedingungen) wie auch an das Kriterium der guten Qualifikation (Art. 23 AuG) gebunden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erhalten Dienstleistungserbringende für die Dauer der zu erbringenden Dienstleistung eine Kurz- oder Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA. Die Bewilligung gilt ausschliesslich für die zu erbringende Dienstleistung, für welche eine Bewilligung beantragt wurde.

Bestimmungen

Die Dienstleistung muss ausgewiesen sein. Dauer und Zweck des Auftrages müssen mittels rechtskräftig unterzeichnetem Dienstleistungsvertrag sowie Projektauftrag dokumentiert werden.

Antragsunterlagen