Zürcher Wirtschaftsmonitoring 04/15

17.12.2015 - Mitteilung

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Die Zürcher Wirtschaft wird aktuell und auch in den nächsten Monaten vom stärkeren Franken weiterhin auf die Probe gestellt. Trotz Umstrukturierungen bei Unternehmen und steigender Arbeitslosigkeit in der Industrie lassen aber Umfragen für dieses Winterhalbjahr ein schwaches Wirtschaftswachstum im Kanton Zürich erwarten.

Rückschläge auf dem Weg aus der konjunkturellen Misere

Nachdem sich die Stimmung der Zürcher Unternehmen im Sommer 2015 gemäss den Umfragen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich aufgehellt hatte, gewann im Herbst die pessimistische Sichtweise wieder Oberhand: Die Indikatoren für die Geschäftslage in der Industrie, im Gastgewerbe und im Grosshandel schwächten sich erneut ab und blieben für den Detailhandel unverändert tief. Eindeutig als gut erachtet wird dagegen weiterhin die Geschäftslage bei den Baubranchen, den sogenannten verschiedenen Dienstleistungen und bei den Banken. Die letzten beiden Branchen sind die wichtigsten Stützen der Zürcher Wirtschaft mit einem gesamten Anteil am Zürcher Bruttoinlandprodukt von über 40%.

Dank diesen beiden Branchen ist ein bescheidenes Wachstum der Zürcher Wirtschaft auch im zweiten Halbjahr 2015 gewährleistet. Die erneuten Stimmungsverschlechterungen in den Kummerbranchen Industrie, Handel und Gastgewerbe sollten nicht überinterpretiert werden, denn sie bleiben im üblichen Rahmen solcher Anpassungsphasen. Diese erneuten Rückschläge zeigen allerdings zusammen mit einer Zunahme der Meldungen von Massenentlassungen im Kanton Zürich im Herbst deutlich, dass die Zeche für den starken Franken nun ebenfalls in harter Währung bezahlt werden muss. Diese Zeche wird in der Form von Umstrukturierungen der Unternehmen und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem in der Industrie
fällig. «Durchhalten» lautet daher das Motto für die Zürcher Wirtschaft in den
Wintermonaten 2015/2016.

Spezialthema Mentoring und Netzwerken gegen die Arbeitslosigkeit

Ältere und hochqualifizierte Arbeitslose sind in den letzten zehn Jahren vermehrt in den Fokus gerückt. Ihr Anteil an der Erwerbsbevölkerung hat markant zugenommen und damit auch ihr Anteil an den Arbeitslosen. Diese Entwicklung ruft nach neuen Ansätzen in der Stellenvermittlung. Neueste Studien zeigen, dass eine verstärkte Aktivierung privater und beruflicher Netzwerke die Stellensuche für die älteren und hochqualifizierten Arbeitslosen besonders erleichtert und verkürzt. Lesen Sie im Spezialthema, weshalb Netzwerke für die Suche nach Stellen auf Managementebene als unabdingbar gelten und wie das vom Amt für Wirtschaft und Arbeit lancierte Mentoring-Programm des Kantons Zürich die älteren und hochqualifizierten Stellensuchenden dabei unterstützt.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring 04/15

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